iPhone erwachsen - 18.09.2010

Gut eine Woche habe ich nun mein altes iPhone gegen ein iPhone 4 eingetauscht. Lange habe ich drüber nachgedacht, weil mir Apple immer unheimlicher wird. Sie beherrschen immer grössere Teile meines täglichen Konsums.

Ich wurde nicht enttäuscht – denn das iPhone 4 ist nun endlich genau dass, was ich mir immer vom iPhone versprochen habe. Mag sein, dass es technisch ausgefeiltere Alternativen gibt, aber das Benutzergefühl ist weiterhin unerreicht und Apple hat mit dem iPhone 4 nun wirklich geklotzt – satte 512 MB RAM, das ist etwas, was man wirklich merkt. Auf nichts muss man warten, alles funktioniert flüssig und rund, die Kamera ist völlig zufriedenstellend, das Multitasking ist durchdacht, das Display unglaublich scharf und kontrastreich, die Performance ist wirklich beeindruckend – ich schiebe das zum grossen Teil auf die RAM Grösse, denn annähernd vergleichbare CPU Power gab es schon vorher, aber immer mit mickrigen 64 Mb RAM.

Einmal ein iPhone, immer ein iPhone – ich fürchte, daran ist was Wahres.

Navigon hat iPhone DACH Kunden abgesägt - 11.04.2010

Sowas nennt man auch ein PR Eigentor – mit der Einführung der Gratis Version Select für iPhone Telekom Kunden wurden die DACH Kunden, die einen Tag zuvor noch gutes Geld hingelegt haben, abgesägt – denn das Produkt wurde ohne jede Vorankündigung eingestellt.

Was mit den In-APP Käufen wird, weiß anscheinend niemand – ich schätz mal, das Geld kann man abschreiben. Eine Super Idee, um neue Kunden abzuschrecken.

Update: Nun wurde doch ein Update bereitgestellt, angereichert mit ein paar Ladenhüter Karten (Skandinavien) und echten Mehrwert (Benelux). Die Wucht der Web 2.0 Proteste hat wohl Wirkung gezeigt. Ob damit zerstörtes Vertrauen wieder hergestellt werden kann?

i-pod-pad-mac - 30.01.2010

Nun ist die Katze aus dem Sack, Apple hat ein Tablett herausgebracht. Die Geeks sind enttäuscht, die Börse freut sich.

Steve Jobs hat das iPad eindeutig und treffend positioniert – zwischen Smartphone und Desktop. Genau das ist das iPad – kein Ersatz für das eine oder das andere. Die Kritik der Geeks geht völlig an dieser Tatsache vorbei und sie wird ungehört verhallen, weil die Zielgruppe eben nicht die Geeks sind, sondern ganz gewöhnliche Leute ohne besonderen Hang zur Technik.

Für diese Zielgruppe hat Apple mit dem iPad tatsächlich etwas Revolutionäres entwickelt – weg mit dem Computer Ballast, der so viele Menschen von der Teilhabe am Computerzeitalter ausgegrenzt hat: Keine Dateien, keine Ordner, keine Viren, keine „Systemoptimierungs-Tipps und Tricks“, keine Fortschrittsbalken, keine komplexen Menüs. Die Wahl des iPhone OS war eine weise Entscheidung.

Ich denke, auch die Geeks werden eines Tages die tatsächliche Innovation des iPads erkennen – die eben grade nicht in  der Technik, sondern in einer völlig anderen Bedien-Philosophie liegt. Das iPhone OS ist heute genau das, was das Mac OS immer verheißen sollte – auf das Minimum reduziert, einfach zu verstehen und zu bedienen, schnell und schick.

Berechtigte Kritik sieht in meinen Augen so aus:

  • Akku nicht wechselbar
  • AppStore nicht offen für alle

Apple hat sein alten Slogan endlich eingelöst:  „The computer for the rest of us“.

Qualitätsprobleme beim iPhone? - 28.09.2009

iPhoneErst im Juni wurde es umgetauscht, und schon wieder ist es kaputt – mein iPhone. Habe ich einfach nur Pech, oder hat Apple ein Qualitätsproblem mit dem iPhone? Von einem Gerät in dieser Preisklasse habe ich eigentlich mehr erwartet.
Keins meiner Vorgeräte (Windows Mobile, Palm, Zaurus) hatte jemals solche Probleme gemacht.

Update:
Binnen 5 Tagen hat Apple das Teil abholen, durchchecken und ersetzen lassen – kostenpflichtig, versteht sich. Auf mein letztes Windows Mobile Gerät hatte ich sechs Wochen gewartet…

IPhone OS 3 ist da - 19.06.2009

iPhoneJetzt ist es also da – das langerwartete Update. Damit will Apple den letzten Vorsprung anderer Smartphones einholen. Ist es gelungen?

Ja und Nein. Das Klemmbrett war wirklich überfällig und die Integration wurde zwar funktional gut gelöst, optisch wirkt es aber noch aufgesetzt – wie ein Fremdkörper. Die Integration von MMS ist hingegen tadelos. Undo per Schütteln ist hingegen richtiggehend witzig.

Nun zu den Kritik-Punkten:

  • In zwei Tagen Dauernutzung sind AppStore, Safari und das Messaging Programm mehrfach eingefroren oder abgestürzt.
  • Das Wörterbuch schlägt noch immer Schwachsinn vor.
  • Der neue Safari Passwort-Manager speichert nur Passwörter von SSL gesicherten Seiten. Wer in Blogs oder Foren schreibt, hat also in der Regel nichts vom Passwort-Manager.
  • Noch immer kein Flash
  • An einigen Stellen ist die deutsche Übersetzung noch ungelenk, sodass Texte überlappen

Ist halt eine Version mit einer Null hinter dem Punkt. Alles in allem ist OS 3.0 aber ein lohnenswertes Update, das IPhone wird erwachsen.

WWDC Juni 2009 - 10.06.2009

iPhoneNun ist die Katze also aus dem Sack. Es bleibt etwas der Eindruck einer saftlosen Veranstaltung.
Snow Leopard? Glanzlos.
MBP 13 Zoll? Fürs Entrysegment tuts ein Unibody MB doch prima.
IPhone OS 3? Nett, aber in großem und ganzem wird nur nachgerüstet, was andere schon lange können.
IPhone 3GS? Trockene Produktpflege.
Auf der WWDC blieb der Knaller aus – lag es an Jobs Abwesenheit? Sind unsere Erwartungen überzogen?
Der Nimbus des Smartphone Technologieführers wird angesichts der neuen und angekündigten Mitspieler schwer zu halten sein. Wenn von den IPhone Softwareschmieden kein Impuls ausgeht, verliert Apple deutlich an Schwung.

Palm is back - 13.01.2009

palmMit einem lauten Knall meldet sich das totgeglaubte Unternehmen Palm zurück.
Wer hätte es denen zugetraut – kommen sie doch tatsächlich mit der einzigen echten Innovation seit Einführung des iPhone daher!
Der Palm Pre sieht nicht nur gut aus – die Philosophie, alle Internet Datenquellen zu vereinen und völlig im Internet aufzugehen, wird die Handybranche nachhaltig beeinflussen.
Endlich kommt ein ernstzunehmender Kandidat gegen das iPhone in Rennen. Werden wir die Schweißperlen an Steves Stirn sehen?
Ach ja richtig, Steve ist ja gar nicht mehr die Frontsau Apples…

iPhone – Quo vadis? - 26.12.2008

iPhoneDie restriktive, unkalkulierbare, willkürliche Auslese bei der Zulassung von Programmen im AppStore und einige höchst fragwürdige Einschränkungen im SDK behindern recht zuverlässig den Markteintritt von Herstellern größerer, ernsthafterer Applikationen – zumal es eh schon schwierig und risikoreich ist, in diesem Sektor Geld zu verdienen.

Die Flut von Spielen und völlig sinnfreien Programmen wie Taschenlampen und Furzprogrammen zeigt, wohin die Reise geht – Apple ist zurzeit überhaupt nicht daran interessiert, aus dem iPhone ein echtes Smartphone zu machen. Das iPhone soll ein Telefon mit iPod und Spielekonsole sein.

Der Stand heute ist, dass von den zig tausenden von Programmen vielleicht 50 wirklich wertvolle dabei sind, der Rest ist totaler Software-Müll auf unterirdischem Niveau – von dermaßen peinlicher Qualität, die fürwahr auf anderen Plattformen nicht zu finden ist.

Für die Zukunft der iPhone Apps erwarte ich deshalb nichts Gutes – außer im Spiele Sektor.

Nachtrag: Die iPhone User geben Apple leider recht, denn sie sind es, die für Schwachsinn wie Furzprogramme bereit sind, Geld auszugeben – und es sind so viele, dass dieser geistlose Ausschuß sogar in Download-Charts ganz oben steht. Unbegreiflich. Wäre ich Hersteller von mobilen Applikationen, würde ich daraus ganz sicher meine Schlüsse hinsichtlich des iPhone-Zielpublikums ziehen – Kindergarten.

Futter für MyPhones… - 02.12.2008

iPhoneSo langsam tut sich ja mal endlich was im AppStore. Nachdem iPhone User monatelang überwiegend mit Müll gefüttert wurden, kommen jetzt so langsam die ersten wirklich fetten Programme in den Store – von Rjdj habe ich ja schon berichtet.
Beispielsweise Brothers in Arms oder Marble Worlds 2
Ok ok, sind Spiele, aber immerhin. Verheißungsvoll sind aber auch Ankündigungen, wie diese.
Es kann ja noch was werden draus…

Innovation – endlich - 11.10.2008

Das ist die Software, die das iPhone einzigartig machen, nicht etwa die fünfzigste Taschenlampe oder der zwanzigste Sudoku Klon.
RjDj – diese unscheinbare Software bietet eine völlig verfremdete Rückkopplung zur akustischen Welt. Geräusche, die vom Mikrophon aufgenommen werden, durchlaufen einen unheimlichen, seltsam anmutenden Prozess der Manipulation und werden am Kopfhörerausgang wieder ausgegeben.
Das ganz geschieht in Echtzeit, sodass man das iPhone als „Realitätsfilter“ benutzen kann.
Unglaublich, grandios!